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Aikido

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Trainingszeiten

Ort: Mehrzweckhalle

Zeit: Montags 18:30-19:30 Uhr  –  Jugendliche  |  Martin (1. Kyu Aikido)

.        Montags 19:30-21:30 Uhr  –  Erwachsene  |  Dr. Björn Rahlf (5. Dan Aikido)

Leiter:

Dr. Björn Rahlfs

Telefon:

04357 - 99 95 90

Mail

dr.boern.rahlfs@tsvowschlag.de

Trainerin:

Carola Horstmann

Telefon:

04357 - 996 09 88

Mail

Jugendtrainer:

Martin

Telefon:

0172 - 630 81 45:

Mail

martin.aikido.jugend@tsvowschlag.de

Kurze Erklärung des Aikido

AIKIDO ist eine aus Japan stammende defensive Budo-Disziplin, die 1925 von O Sensei (großer Lehrer) Morihei Ueshiba (1883 – 1969) aus den Techniken und Prinzipien sowie den geistigen und spirituellen Grundlagen des Daito-Ryu Ju-Jutsu sowie des Schwert- und Speerkampfes geschaffen und bis zu seinem Tode weiterentwickelt wurde. Im klassischen AIKIDO (AI = Harmonie, Liebe; KI = universale geistige Energie, schöpferisches Urprinzip; DO = Weg, Methode) wird jede Form des (Wett-)Kampfes als Mittel der Leistungsbewertung oder Konfliktlösung kategorisch abgelehnt. Dies ist ein wesentlicher Aspekt, der Aikido von anderen Budo-Disziplinen unterscheidet.

Beim Aikido begegnet der Verteidiger dem Angriff spontan durch eine eintretende (IRIMI) oder ausweichende (TENKAN) Körperbewegung. Nach der Methode der „vollkommenen Ergänzung“ wird der Angreifer dann bis zur Gleichgewichtsbrechung auf einer Kreis- oder Spiralbahn geführt. In dieser Phase kann er seinen Körper nicht mehr als Mittel des aggressiven Geistes einsetzen. Es folgt eine wirksame, aber immer verhältnismäßige Wurf-, Hebel- oder Festhaltetechnik.

Durch das ausdauernde körperliche Training reiner Verteidigungstechniken gegen unbewaffnete und bewaffnete Angreifer prägt AIKIDO die seelischen, sittlichen und körperlichen Fähigkeiten der Ausübenden. Es bewirkt eine zunehmende Harmonisierung von Seele, Geist und Körper mit dem schöpferischen Urprinzip (KI-SHIN-TAI). Dadurch werden die Aufhebung fundamentaler Gegensätze – beispielsweise zwischen Angreifer und Verteidiger – und der „Sieg durch Nichtkämpfen“ erst möglich. Das Leitziel des aikidospezifischen Denkens und Handelns ist die schützende und wertschaffende (Nächsten-)Liebe.

© Rolf Brand, 8. Dan Aikido

Ausführliche Erklärung des Aikido

Es ist sehr schwierig, die Bedeutung und den Umfang des AIKIDO umfassend mit Worten zu erklären, denn man kann es im wahrsten Sinne des Wortes nur unter Anleitung eines Lehrers und in Zusammenarbeit mit einem Partner „begreifen“. Da jedoch viele „Suchende“ am Anfang ihrer „Wanderung“ eine Zielvorstellung haben wollen, interpretiere ich nachfolgend kurz die im Namen enthaltenen Prinzipien AI, KI und DO.

AIKIDO ist eine aus Japan stammende und auf wirksamen Techniken zur Selbstverteidigung basierende und dynamische Form der Meditation zur positiven Entwicklung aller geistig-seelischen und körperlichen Kräfte.

Ohne Zweifel sammelt jeder Mensch im Verlaufe seines Lebens viele Erfahrungen, die je nach Wertigkeit und Erlebnistiefe bewusst oder unbewusst zu Maximen und Motiven seines künftigen Denkens bzw. Handelns werden.

Es ist ferner unbestritten, dass zwischen der Seele, dem Geist und dem Körper wesentliche Abhängigkeiten bestehen, deren Erforschung zu allen Zeiten das Ziel profilierter Denker und Erzieher war.

Durch die Ausübung des AIKIDO werden über die Techniken natürliche und wichtige Gesetzmäßigkeiten sowie Erkenntnisse in „kodierter körperlicher Sprache“ vermittelt. Dies hat den Vorteil, dass sie allen Menschen zugänglich sind und nicht einer geistigen Elite vorbehalten bleiben, was ihre Ausstrahlung und Wirkung begrenzen würde.

Beim ausdauernden Studium unter Anleitung eines guten Lehrers verändern die wertvollen geistigen und philosophischen Inhalte des AIKIDO das Unterbewusstsein. Sie prägen eine positive „innere Haltung und Einstellung“ des Ausübenden und wirken fortan auf alle Bereiche seines Lebens. Dabei ist das vordergründige, ichbezogene und damit meist hemmende Bewusstsein zurückgedrängt.

Dieser AIKIDOKA (Ausübende) ist auch in schwierigen Situationen des Lebens frei. Er vermag die mit dem Menschsein verbundenen Aufgaben und Probleme effektiv zu bewältigen, was die optimale Anwendung seiner geistig-seelischen und körperlichen Kräfte einschließt.

Die Entwicklung und Stärkung der inneren, ständig steuernden und in der starken Persönlichkeit zum Ausdruck kommenden geistigen Kraft (KI) ist das vorrangige Ziel des AIKIDO.

Der Gewinn an „innerer Substanz“ ist höher zu bewerten, als die von manchen „Experten“ vordergründig angestrebte Optimierung von Angriffs- und Verteidigungstechniken, denn wer ausgeprägtes KI besitzt, kann die unbeherrschte geistige Energie oder körperliche Kraft eines aggressiven Angreifers schon vor ihrer vollen Entfaltung lenken. Die ständige Schulung lässt ihn Konfliktsituationen intuitiv im Ansatz erkennen, kontrollieren und abwenden, die bei ihrer vollen Entfaltung nicht mehr oder nur mit großem Aufwand beherrscht werden könnten.
Ist dies nicht eines der wesentlichen Geheimnisse einer erfolgreichen Lebensführung?

Im technischen Bereich ist AIKIDO eine gelungene Synthese traditioneller japanischer Kampfkünste. Alle Techniken sind jedoch von praktizierter Menschlichkeit durchdrungen und basieren auf den Gesetzen der natürlichen Harmonie, was die doppelte Bedeutung der japanischen Silbe AI ist. Sie dienen nur zur Aufnahme, Führung und Umlenkung der wirkenden Kräfte und nicht zur Vernichtung ihres Initiators.

Die ursprünglich gegensätzlichen Aktionen des Angreifers (UKE) und Verteidigers (NAGE) verschmelzen bei allen Techniken auf einer höheren (Erkenntnis-)Ebene zur sich ergänzenden Einheit. In dieser Phase der Auseinandersetzung gibt es weder Angriff noch Verteidigung, sondern nur die sichtbare Wirkung des übergeordneten Prinzips – AIKIDO.

Der Angreifer gibt seinen bösen Willen und seine niederen Absichten als Folge einer höheren Einsicht entweder schon vor der Realisierung des Angriffes oder nach einer verhältnismäßigen „Belehrung“ auf.

Durch das Studium und die Ausübung des „Weges zur Harmonisierung der geistigen Kraft“ werden daher die Evolution des Einzelnen und die friedliche Koexistenz aller Menschen, aber auch das Verhältnis der Menschen zu ihrer Umwelt gefördert.

Was in vielen Bereichen menschlicher Aktivitäten im kräftezehrenden Gegensatz beginnt, findet sich in der förderlichen Gemeinsamkeit vollendet.
Folgerichtig wird im klassischen AIKIDO jede Form des (Wett-)Kampfes als Mittel zur Konfliktlösung und Leistungsbewertung kategorisch abgelehnt.

Selbstverständlich ist AIKIDO auch eine vielseitige und vollkommene Methode der körperlichen Ertüchtigung, die alle Forderungen nach Beidseitigkeit und Ganzkörperarbeit erfüllt!

Die Genialität und das Verdienst des AIKIDO-Begründers, O Sensei Morihei Ueshiba (1883 – 1969), sind aber nicht nur in der Schaffung einer ästhetischen und wirksamen Form der waffenlosen Selbstverteidigung gegen unbewaffnete und bewaffnete Angreifer zu suchen, sondern darin, dass er prägende moralische und ethische Prinzipien über den körperlichen Weg (DO) des AIKI allen Menschen zugänglich gemacht hat.

Seine menschliche Größe und seine Botschaft vom „Geist des liebenden Schutzes“ wirkt durch AIKIDO heute und zukünftig in den Herzen aller aufrichtigen Aikido-Meister (Dane) und Schüler (Kyu). Sie ist dadurch zu einer über den Tod des Begründers hinaus lebenden und sich ständig erneuernden Kraft geworden, die immer mehr Menschen erreicht.

Schlüssel zum Erfolg ist allein das konzentrierte, ausdauernde und von störenden Einflüssen freigestellte Studium der Elemente, Techniken und Prinzipien des AIKIDO.

Glücklich kann jeder AIKIDOKA sein, der auf seinem „WEG“ durch einen selbstlosen Lehrer gefördert und durch einen hilfreichen Partner unterstützt wird. Den Dank sollte er durch Eifer und Respekt sowie dadurch abstatten, dass er seine Erfahrungen zur gegebenen Zeit gern an andere Menschen weitergibt.

Ich hoffe sehr, dass diese wertvolle Methode der persönlichen Entwicklung durch Selbstfindung und Bewusstseinserweiterung noch viele Menschen erreicht und ihnen auf dem „WEG“ behilflich sein kann.

© Rolf Brand, 8. Dan Aikido